geschrieben am 10.04.2009 um 04:15 Uhr
2 Punkte
Tristan und Isolde
Ich sage es euch in einem kleinen Reim
ach ja, da fällt mir ein,
es war im Burgen-Land,
wo ich so viele Burgen fand.
Es war dort, wo so bitter
und so oft, die Isolde heulte.
Es war dort, wo Tristan der edle Ritter,
beim Raufen sich sein ehernes Blech-Gewand verbeulte.
Wo der Ritter, ja der Edle, sechzigmal um den See herum lief.
Die Isolde vor Gram nun doch einschlief.
Zum Glück für Isolde
Ja die selbige, die heulende Holde
Kam nach dieser letzten Runde,
des Tristan Pferdes letzte Stunde.
Genau im Schatten eines Turmes,
das Pferd mit einem Seufzer den Dienst quittierte
und Tristan sich schnell im Keller einquartierte.
Dort hörte er das Heulen, nein, nicht des Sturmes,
sondern das Klagen seiner Braut.
Mutig wie er war, hat er sich getraut.
Hinauf ins Dachgeschoß zu gehen,
um dort seinen Mann zu stehen.
Als Ritter war er ja schon geehrt.
Jetzt war es Zeit, dass er sich als Mann bewährt.
Das hätte er aber lieber nicht gemacht.
Denn der Wirt, durch soviel Blechgescheppert,
um den Schlaf gebracht,
hätte ihn, ja den holden, Helden
nein, den,ehernen Ritter, beinahe umgebracht.
Ohne blecherne Socken und ohne Pferd,
hat er sich verbissen,
gegen den Wirt gewehrt
und ihn zuletzt beim Fenster hinunter geschmissen.
Der Ritter, der sich und aus der Heimat, auszog,
nur mit Blech bekleidet
im Sommer an der Hitze, im Winter, an der Kälte leidet,
ging hinaus in die Welt, um zu siegen.
Eben,um die Isolde, die Holde, herum zu kriegen.
Ja, denn nur ausgezogene Ritter können in der Ferne Siege erringen
und so manche holde Isolde, bezwingen.
Weil er bei ihr offene Türen einrannte,
neun Monate später,sie den ersten Nachkommen,
nach ihm benannte.
Dem kleinen Triste-lindo
folgte bald darauf eine Isolde-lindo(a).
Schon bald war der Turm zu klein,
da zogen sie in das Schlosse ein.
Seit diesem Tag, hört man kein Heulen mehr,im Turme.
Doch das Scheppern,wenn Tristan sein Beinkleid in die Ecke stellt,
und er erleichtert in das gemeinsame Bette fällt,
das hört man noch jede Nacht ,so wie damals, im Sturme.
Josef Bauer
geschrieben am 25.04.2009 um 19:32 Uhr
Hallo Josef
Und wann feierns sie blecherne Hochzeit, in blechernen Socken. Hab mich köstlich amüsiert ☺☺
lieber Gruß fee
geschrieben am 26.04.2009 um 01:58 Uhr
Vielen Dank liebe Blumenfee
Das mit der blechernen Hochzeit hebe ich mir auf für einen Fortsetzungsroman in form von Poesie.Aber vielleicht in achtzig Jahren.In der Zwischenzeit sollen die noch weiter scheppern.
Vielen Dank
Josef