In der Stille der Nacht

geschrieben am 03.07.2009 um 23:16 Uhr

10 Punkte

 

In der Nacht wenn alles ruht
tut mir meine Stadt so gut,
tauch tief in ihre Stille ein,
trink die Luft als wär es Wein,
lasse mich von Träumen leiten
in schon längst vergangene Zeiten.

Auf dem Weg durch meine Stadt,
die mir so viel zu bieten hat,
Brücken, Stege, Pflasterwege,
Lichterkronen, Busstationen,
Türme, Kirchen, Häusermeer,
Polizei und Feuerwehr.

Von der Burg die Mauerreste,
Bierlokale, Gassen schmale,
Bäume die sich schlafen wiegen,
Steine die daneben liegen,
alles das gehört jetzt mir,
denn es ist sonst niemand hier.

Gedanken lassen mich verweilen,
warum auch soll ich mich beeilen,
hier fand ich einst mein Liebesglück,
ich schau so gern darauf zurück,
auf Stunden, Tage, viele Jahre,
bin jetzt allein, hab graue Haare.

Da wo uns das Glück gebunden
sitz ich gerne viele Stunden,
wart´ auf deine Wiederkehr,
doch ich weiß, du kommst nicht mehr.
Versichern will ich dir, mein Schatz,
auch nächste Nacht nehm ich hier Platz.

 
hepke hans joachim

geschrieben am 04.07.2009 um 19:13 Uhr

Liebe 'Freude',
ein Gedicht voll Wehmut und Schwermut, voll schwelgender Träume und Sehnsüchte, voll tiefer innerer Ruhe und Zufriedenheit, voll unversiegbarer tiefer Liebe...lg Joachim

 
sandy mohn

geschrieben am 04.07.2009 um 09:13 Uhr

Hallo Freude,

deine Gedanken zu deinem nächtlichen Spaziergang sind hervorragend.
Kann ich sehr gut nachvollziehen.
Der Titel " In der Stille der Nacht " ist gut gewählt.

Einen lieben Gruß von Sandy

 
nanu

geschrieben am 18.07.2009 um 22:48 Uhr

hallo freude,

sehr anschauliche Bilder die hier gemalt hast, der Wechsel der Stille mit dem Trubel,

nicht verbittert zu werden wenn man irgendwann allein ist ist eine schwierige Aufgabe, die man aber erlernen kann, wenn man es denn möchte

sehr traurig aber auch eine tiefe Verbundenheit ist zu spüren
ich wünsch dir freude

glg
nanu