geschrieben am 04.07.2009 um 06:27 Uhr
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Die Sonne wärmte meine Blätter,
Du warst oft hier, nicht nur bei schönem Wetter,
es waren wundervolle Tage.
In meinen Stamm ein Herz geschnitzt,
hab' unsre Namen in der Mitte eingeritzt,
und stelle mir die eine Frage:
Wie konntest Du so schnell verschwinden?
In meinem Innern kann ich Dich nicht finden.
Du bist wohl fort geflogen.
Ein Zettel auf des Herzens Küchentisch,
die schwarze Tinte duftet noch ganz frisch,
nun bist Du ausgezogen.
Soll meiner Wurzeln mich besinnen
und ohne Dich das Glück für mich gewinnen,
so las ich Deinen letzten Satz.
Ich werde trotzdem weiter träumen,
fang' an, in meiner Herzenskammer aufzuräumen:
Du hast hier immer einen Platz.
Könnt' ich als Baum mir Beine kaufen,
vielleicht wär' ich schon mit Dir weggelaufen.
Ich nähm' die Beine in die Hand.
Doch steh' ich fest, darf ja nicht gehen,
und bleibe angewurzelt auf der Wiese stehen,
wo ich schon all die Jahre stand.
Und solltest Du in meinem Schatten liegen,
ich werde Dir den schönsten Zweig herunter biegen,
die Äste werden nie erlahmen.
Durch meine Blätter weht der Frühlingswind,
hoch oben, unterm Wipfel, wo die Träume sind,
er flüstert leise Deinen Namen.
geschrieben am 04.07.2009 um 08:41 Uhr
Lieber Wolfgang,
was für ein schönes Baumgedicht, da ich Baumfan bin, gefällt es mir besonders. Toll geschrieben. GGG Liebs Grüßle v. karo u. schönes W-ende
geschrieben am 04.07.2009 um 10:56 Uhr
Liebe Karina,
vielen Dank und danke gleichfalls!
geschrieben am 06.07.2009 um 23:07 Uhr
Tja, der Baum, der hat es in sich.
Man mß ihn mit dem Herzen lesen.
LG von Bruni
geschrieben am 06.07.2009 um 23:34 Uhr
Lieber Wolfgang,
ich konnte nicht widerstehen, mußte einfach mein Baumgedicht als Antwort auf Deinen Baum hier einstellen.
LG von Bruni