Wenn das Meer die Sterne löscht

geschrieben am 23.02.2012 um 16:51 Uhr

2 Punkte

 

Er hatte die Sterne immer kühl und von fern leuchtend gesehen, doch in dieser Nacht brannten sie vom Himmel. Er war lange gerannt, seine Lunge brannte, doch davon ließ sich sein Hochgefühl nicht beeindrucken. Die kühle, salzige Luft umgab ihn und ein leichter Wind zerrte sanft an seinem T-Shirt. Er lachte. Laut und fröhlich schallte es über das Meer, über die Dünen und außer Atem sank er auf die Knie in den weißen Sand.
Die Sterne brannten. Immer wieder sah er nach oben, ob sie noch brannten, ob sie überhaupt noch da waren. Und immer wieder sah er sie brennen. Es wunderte ihn, das es ihn kümmerte, hatte er die Sterne doch nie beachtet. Aber in dieser Nacht schienen sie sein Leben, sein Gefühl zu beschreiben, zu begleiten, zu bescheinen. Solange die Sterne noch brannten, brannte sein Glück.
Das Meer rauschte ruhig und verlassen an den Strand, überspülte die Muscheln, färbte den Sand dunkel.
Mit erhitztem Gesicht saß er am Strand, schaute auf das Ende der Welt am Horizont und nahm sich vor, bald mal darüber hinaus zu segeln.
Noch immer lachte er leise bei einigen Atemzügen. Das berauschende Gefühl war zwar abgeklungen, doch das Glücksgefühl ließ die Sterne weiter strahlen.
Er hatte es geschafft, er hatte es tatsächlich geschafft.
Er war frei.
Und seine Gedanken, seine freien Gedanken flogen mit einer einsamen Möwe unter den leuchtenden Sternen über das Meer.

 
4You

geschrieben am 24.02.2012 um 10:25 Uhr

Eine schöne Beschreibung einer" Flucht"?
Bildhaft schön geschrieben, aber wovor rannte er davon ?
Wir Poeten haben ja immer eigene Vorstellungen von dem was wir schreiben und können manchmal den interessierten Leser in die Irre führen.
Inhaltlich sehr gut geschildert und schreibsicher zu Papier gebracht. Auf jeden Fall gibt es einen Punkt von mir.
L.G. von 4 You

 
Poesia

geschrieben am 09.03.2012 um 21:38 Uhr

So schön es ist frei zu sein,
So schön ist es auch Daheim.

So schön die Möwen auch fliegen,
So schön kann es auch sein schlafend im Bett zu liegen.

Nichts ist so schön als wenn Sterne strahlen,
Denn mit ihrer Schönheit kann niemand prahlen.