Ihre Geschichte (Anfang)

geschrieben am 26.02.2012 um 15:26 Uhr

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Wir sind auf einem Hof, wie es sie in dieser Gegend viele gibt. Er wird von einer niedrigen Steinmauer begrenzt und das große, verrostete Tor wurde schon lange nicht mehr geschlossen, wo die Flügel sich in die Erde gegraben haben wächst Gras und Unkraut durch die einst liebevoll verzierten Gitterstäbe. Der Hof ist gepflastert, die Steine sind abgenutzt, kaputt, an manchen Stellen fehlen sie ganz. Am anderen Ende des Hofes steht ein altes Bauernhaus, die Fenster sind schmutzig, sind eingeschlagen oder schon nicht mehr vorhanden. Einige Kletterpflanzen haben es sich an der Fassade gemütlich gemacht und breiten sich ungehindert aus. Hinter dem Haus beginnt ein Wald, dicht, wie im Märchen und beschattet das Haus. Die Vögel haben sich hier und da in den eingefallenen Stellen des Daches ein Nest gebaut und leben dort gemütlich mit ihren Familien, nur manchmal streiten sie mit ihren Nachbarn oder haben ein heruntergefallenes Ei zu beklagen. Alles in allem ist dies kein Ort des blühenden Lebens.
Dort stehen wir nun also, gerade noch einen zugewachsenen Weg entlanggelaufen, den schon lange niemand mehr entdeckt hat und schreiten nun langsam auf eines der zerbrochenen Fenster zu. Kannst du es sehen? Das wollte ich dir zeigen. Inmitten dieses zerfallenen Gebäudes lebt ein Mensch. Man muss sich ein bisschen auf die Zehenspitzen stellen, um sie zu sehen, doch sie ist eindeutig da. Aus dem einstigen Sofa hat sie sich ein Bett gemacht, sie lebt in Wohnzimmer und Küche. Natürlich gibt es kein fließendes Wasser, aber hinter dem Haus steht ein alter Brunnen.
Sie wird nicht erfreut sein, dass ich Besuch mitgebracht habe, deshalb sollten wir nicht hineingehen. Außerdem kocht sie gerade über dem Feuer im Ofen das Mittagessen. Wir sollten sie nicht stören.
Komm, ich zeig dir den Wald und erzähl dir ihre Geschichte.
Der Wald ist dicht bewachsen, nur ein kleiner Pfad führt zwischen den Bäumen her. Das Blätterdach nimmt das Licht, hier herrscht immer eine etwas zwielichtige Stimmung. Deshalb mag sie diesen Wald so gern. Lass uns zu meiner Lieblingsstelle gehen, sie wird dir gefallen.
Der Weg führt immer weiter, ohne dass sich das Bild groß verändert. Doch nach einigen Minuten führt er zu einer kleinen Lichtung. Sie ist zweigeteilt, durch die Mitte fließt ein kleiner Fluß, ein großer Bach, wie man‘s nimmt. An einigen Stellen am Rande der Lichtung, reichen die Bäume bis ans Ufer, dort strecken sie ihre Wurzeln aus und wir können uns bequem in das weiche Moos setzten und die Füße ins Wasser baumeln lassen. Der Grund ist klar und nicht sehr tief, du kannst also die abgerundeten Steine erkennen, bevor du auf sie trittst, keine Angst. Setzten wir uns.
Ich wollte dir ihre Geschichte erzählen, aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo ich anfangen kann. Wenigstens ist der Tag warm genug um die Schatten zu überwinden, so dass es nicht zu kalt ist. Wenn du die Füße länger im Wasser lässt, spürst du die Kälte irgendwann nicht mehr.
Ihre Geschichte? Stimmt. Das wollte ich dir ja erzählen. Also:

(den Rest überleg ich mir noch =) )

 

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